Sorptionsverhalten


Sorptionsverhalten von Putzen

Ein für Betrachtungen geeignetes Messverfahren orientiert sich an den in Gebäuden üblichen Randbedingungen wie Temperatur und Raumfeuchte (Minke G. 01).

In nachfolgend beschriebener Messung wurde dieses allgemein anerkannte Verfahren als Grundlage herangezogen.

 

Versuchsablauf:

Anfertigen und Vorlagern der Prüfkörper:

  • Prüfscheiben, Durchmesser 20 cm, Höhe 2 cm.
  • 28 Tage Lagerung bei 20 °C, 65 % r. F. (relative Feuchte)
  • 14 Tage Lagerung bei 23 °C, 50 % r. F.
    Abdichten der Prüfkörper am Rand und am Boden.

Fünf Feuchtigkeits-Zyklen bei 23 °C:


  • Erhöhen der relativen Feuchte von 50 % auf 80 % (innerhalb 2 h)
  • Messen der Gewichtszunahme nach 2, 4, 6, 24 h (Absorption)
  • Vermindern der relativen Feuchte von 80 % auf 50 % (innerhalb 2 h)
  • Messen der Gewichtsabnahme nach 2, 4, 6, 24 h (Desorption)
  • Unter Berücksichtigung verschiedener Oberflächen/Beschichtungen

 







Das Erfolgsprinzip für gute Luft


Je mehr Luftfeuchte ein Putz aufnehmen und auch wieder abgeben kann, umso besser ist sein Sorptionsverhalten. Um dauerhaft als „Klimaanlage“ funktionieren zu können, ist es wichtig, dass bei diesen Vorgängen das Gefüge des Putzes immer durchgängig bleibt. Sehen Sie links das Sorptionsverhalten von Putzen über einen Zeitraum von 48 Stunden.

Original maxit Kalk- und Lehmputze nehmen bis zu 100 g Feuchte/ m² auf und geben sie zum Großteil auch wieder ab, so dass der Putz wieder neue Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Hier ist das Zusammenwirken von Kalkputzen und Beschichtungen ausschlaggebend für das Sorptionsverhalten. In den Messreihen wurden verschiedene Oberflächeneffekte, Edel- kalkputze, Kalkglätte und Silikatfarbe geprüft: Feuchteaufnahme und -abgabe funktionierten sehr gut.


Am besten schnitten dabei gefilzte und gekratzte Strukturen sowie die Beschichtung mit Kalkglätte oder maxit purcalc Edelputz ab, da die Differenzen zwischen Aufnahme und Abnahme der Luftfeuchte ziemlich ähnlich sind.