maxit ton 912 Technische Information
maxit ton 912 Epoxi
maxit ton 912 Epoxi Pflasterfugenmörtel ist ein fertig formulierter und vorgemischter 2-Komponenten- Epoxidharzmörtel. (lösemittelfreies, wasseremulgierbares Epoxidharz).
EIGENSCHAFTEN
maxit ton 912 Epoxi ist ein wasseremulgierbarer 2- Komponenten Epoxidharzmörtel ohne Lösemittel und daher umweltverträglich.
Durch maxit ton 912 Epoxi wird sichergestellt, dass die Fugen im Natursteinpflaster dauerhaft gegen äußere Einflüsse, einerseits mechanischer Art, z. B. durch Kehr- oder Reinigungsmaschinen und andererseits chemischer Art, z. B. durch Tausalze, Benzin und Mineralöle, beständig sind. maxit ton 912 Epoxi ist wasserdurchlässig, aber auf Grund seines dichteren Gefüges mechanisch stärker belastbar. Aus diesem Grund ist der maxit ton 912 Epoxi Pflasterfugenmörtel auch für hochbelastete Flächen wie Plätze, Kreuzungen, Straßen und Kreisverkehre einsetzbar.
Auf einen bedarfsgerechten Unterbau der Pflasterung kann auch bei Einsatz von maxit ton 912 Epoxi nicht verzichtet werden. Folgende Vorschriften, Richtlinien und Merkblätter sind zu beachten:
- Merkblatt für Flächenbefestigung mit Pflaster- und Plattenbelägen.
- Zusätzliche Technische Vorschriften und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau (ZTVE-STB).
- Zusätzliche Technische Vorschriften und Richtlinien für die Ausführung von Bodenverfestigungen und Bodenverbesserungen im Straßenbau (ZTVV-StB).
- Richtlinien für die Standardisierung von Verkehrsflächenbefestigungen (FSTV).
- RStO: Bauweise mit Pflasterdecke für Fahrbahnen.
ANWENDUNG
maxit ton 912 Epoxi Pflasterfugenmörtel dient zur Verfugung von Natursteinpflaster, sowohl für Alt- als auch für Neupflaster. Als Profiprodukt eignet sich maxit ton 912 Epoxi besonders für große Flächen, die schnell fertiggestellt werden müssen, z. B. Fußgängerzonen, Gartenanlagen, dekorativ gestaltete Vorplätze, Gehwege oder Innenhöfe.
Bettung:
- Belastung durch Fußgänger: Verlegung von Pflaster- bzw. Plattenbelägen im Splittbett ausreichend.
- Belastung durch Kraftfahrzeuge: Verlegung im Beton- oder Mörtelbett, entsprechend der auftretenden Belastung notwendig, z. B. maxit ton 905 Dränbeton.
VERARBEITUNG
Vorbereitung der zu verfugenden Fläche:
- Die zu verfugende Fläche ist grundsätzlich vor der Verfugung zu reinigen und vorzunässen. Bei Verschmutzungen besteht die Gefahr, dass diese durch das Bindemittel des maxit ton 912 fixiert werden, bzw. als Trennmittel wirken.
- Neu verlegte Pflaster- und Plattenbeläge: Die Mindestfugentiefe von 30 mm ist zu überprüfen und falls erforderlich, herzustellen.
- Bereits verfugte Pflaster- und Plattenbeläge: Die Fugen werden durch Ausblasen mit Druckluft oder mittels Wasserstrahl bis auf eine Mindestfugentiefe von 30 mm freigelegt.
- Die Praxis hat gezeigt, dass es Gesteinsarten gibt, so z. B. heller Granit, die in besonderer Weise mit dem Bindemittel des maxit ton 912 Epoxi Pflasterfugenmörtels Wechselwirkungen eingehen. Weitere kritische Gesteinsarten können Klinker- und Kunststeine sein. Es können unerwünschte Farbveränderungen auftreten. Deshalb empfiehlt es sich, bei kritischen Gesteinsarten Probeflächen anzulegen. Zusätzlich muss bei kritischen Gesteinsarten auf eine besonders sorgfältige Nachreinigung geachtet werden.
Anmischen von maxit ton 912 Epoxi:
maxit ton 912 Epoxi Pflasterfugenmörtel wird abgepackt im fertigen Mischungsverhältnis von Harz- Sand-Gemisch und Härterkomponente geliefert. Beide Komponenten sind restlos in einen Zwangsmischer zu entleeren und 3–5 Minuten intensiv zu mischen. Bei kleineren Mengen kann auch ein Rührgerät verwendet werden, jedoch muss das Harz-Sand-Gemisch in ein größeres Verarbeitungsgefäß umgefüllt werden. (maxit gala Werkzeugset). Nach dem Mischen, wird dem Mischgut bis zu 10 % Wasser beigegeben, um die Verarbeitungskonsistenz einzustellen.
Das Material ist zur Verarbeitung fertig, wenn sich eine sahnige Konsistenz eingestellt hat, welche einen guten Verlauf gewährleistet.
Die Zugabe von Wasser darf 10 % nicht überschreiten, da ansonsten die erzielbaren Festigkeiten drastisch verschlechtert werden.
Unvermischte Bestandteile dürfen nicht verarbeitet werden. Der Mörtel wird sofort nach dem Mischen zügig verarbeitet und somit die gute Fließfähigkeit genutzt. Die Fließfähigkeit nimmt jedoch temperaturabhängig nach 10 bis 15 Minuten ab. (20°C) Es darf deshalb immer nur eine in diesem Zeitraum verarbeitbare Menge aufbereitet werden.
Applikation:
- Das Pflaster ist gut vorzunässen. Die Vornässintensität ist vom Steingefüge, der Temperatur und der Intensität der Sonneneinstrahlung abhängig. Bei hoher Sonneneinstrahlung muss die Fläche stärker bzw. öfter vorgenässt werden.
- Der fertig gemischte maxit ton 912 Epoxi Pflasterfugenmörtel wird auf die vorgenässte Fläche aufgebracht und mittels Gummischieber (maxit gala Werkzeugset) vollflächig über die zu verfugende Fläche gezogen und sofort intensiv in die Fugen eingearbeitet.
- Nach einer temperaturabhängigen Wartezeit hat der Mörtel eine erdfeuchte Konsistenz.
- Dies ist der richtige Zeitpunkt, für das Abkehren der auf der Pflasteroberfläche verbliebenen Pflasterfugenmörtelreste mit einem mittelharten Besen (maxit gala Werkzeugset). Bei 20°C beträgt dieser Zeitraum je nach Luftbewegung 10-15 Minuten. Höhere Temperaturen verkürzen, niedrige verlängern die Zeit bis zum Abkehren der Pflasterfugenmörtelreste. Der auf der Pflasteroberfläche verbliebene Pflasterfugenmörtel darf nicht in offene, noch zu verfugende Bereiche eingekehrt werden.
- Es ist wichtig, dass die Pflasteroberfläche restlos von Mörtelresten gesäubert wird, da nicht abgekehrte Bestandteile im Verlauf der Aushärtung zunehmend fester an die Pflasteroberfläche gebunden werden.
- Während der ersten Zeit verbleibt ein hauchdünner Bindemittelfilm auf der Oberfläche, durch den die Oberflächenstruktur des Belages positiv hervorgehoben wird. Dieser Bindemittelfilm verschwindet jedoch bei freier Bewitterung im Laufe von einigen Monaten. Bei rauen und saugfähigen Oberflächen verlängert sich der Zeitraum durch den stärkeren Bindemittelfilm. Es ist aber auch möglich, diesen Bindemittelfilm weitestgehend mit einem weichen Wasserstrahl abzuspritzen. Hier ist besonders zu beachten, dass die Fuge bereits angehärtet ist, damit sie nicht mehr ausgespült werden kann.
Nachbehandlung
Erforderlich sind folgende Schutzmaßnahmen (die Angaben beziehen sich auf eine Temperatur von 20°C und eine relativen Luftfeuchte von 65%):
- Absperrung der frisch verfugten Fläche über einen Zeitraum von mind. 12 Stunden.
- Endgültige Freigabe der Fläche nach 7 Tagen (siehe auch Technische Daten). Prinzipiell sollte vor der Inbetriebnahme verfugter Flächen eine Festigkeitsprüfung erfolgen.
- Sollte aus zwingenden Gründen der Einbau von maxit ton 912 Epoxi bei Objekttemperaturen unter +7°C erforderlich sein, so ist vor Freigabe der Fläche die Aushärtung besonders zu prüfen.
Reinigung der Arbeitsgeräte:
Bei nicht ausgehärtetem Material sind die Arbeitsgeräte mit Wasser zu reinigen. Bei angehärtetem Material sind die Arbeitsgeräte mit Reinigungsmittel zu reinigen.
TECHNISCHE DATEN
Farben: | Sand, Grau, Basalt |
Bindemittel: | lösemittelfreies, |
Mischungsverhältnis (Gewicht): | 100: 3,3 |
Schlämmfähigkeit: | ca. 15 – 20 Minuten |
Bearbeitbar 20°C: | ca. 15-20 Minuten |
Begehbar bei 10°C: | nach ca. 16-20 Stunden |
Begehbar bei 20°C: | nach ca. 8-12 Stunden |
Durchhärtung: | nach 7 Tagen (20°C) |
Mindestverarbeitungstemp.: | > +1°C am Untergrund |
Druckfestigkeit | ca. 55-56 N/mm2 |
Biegezugfestigkeit | ca. 20-21 N/mm2 |
Dichte bei 23°C | 1,50 g/cm3 |
Dichte bei 23°C | 1,4 g/cm3 |
ERGIEBIGKEIT
Materialverbrauch je nach Pflaster- und Fugenstärke siehe Tabelle.
LIEFERFORM
25 kg Eimer
LAGERUNG
Trocken und vor Frost geschützt in original verschlossenen Gebinden mind. 12 Monate lagerfähig.
VERBRAUCH
Verbrauchsbeispiele bei einer Fugentiefe von 30 mm.